9. Juli 2010

Gemeinsame Presseerklärung von Kreisvorstand und Fraktion

Wir lehnen im Jahr 20 nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland Überprüfungen von Bürgerinnen und Bürgern der Bun­desrepublik Deutschland auf eine offizielle oder inoffizielle Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicher­heit der DDR ab.

Folgerichtig lehnen wir es auch ab, aus den Ergebnissen dieser Überprüfung von einem Menschen, der den überwiegenden Teil seines Berufslebens in der Bundesre­publik absol­viert hat, Konsequenzen zu verlangen.

Selbst Straftaten wären nach 20 Jahren längst verjährt. Hier aber gibt es keine Straftat.

Jan Gottschling wurde von der Gesamtmitgliederversammlung der Linkspartei Stral­sund zur Wahl nomi­niert und von den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt in die Bür­ger­schaft ge­wählt. Er selbst muss entscheiden, wie er gegenüber sei­nen Ge­nossinnen und Genossen sowie ge­genüber den Bürgerinnen und Bürgern der Han­sestadt Stral­sund mit die­sem Überprü­fungser­gebnis umgeht.