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16. Januar 2012 Pressemeldungen

Mindestlöhne jetzt!

So das Motto unseres ersten Infostandes am 13.01.2012 zur Unter­schriftensammlung für eine Volksinitiative an den Landtag Mecklen­burg-Vorpommern zur Einführung von 10 Euro Mindestlohn je Stunde.

Bei frostigem Wind versammelten wir uns voller Optimismus für dieses vernünftige Anliegen auf dem Neuen Markt. Schließlich geht es beim Mindestlohn um die gegenwärtigen Einkommen der Beschäftigten, es geht bei den Löhnen und Gehältern aber immer auch um die Sicherung des Lebensstandards im Rentenalter. Es geht um die Höhe der Kran­kenkassenbeiträge, also um das Niveau der medizinischen Versorgung im Krankheitsfalle.In Mecklenburg-Vorpommern betragen die Löhne und Gehälter gegen­wärtig nur 79 % des bundesdeutschen Durchschnittslohnes. Damit bil­det unser Land das Schlusslicht. Viele müssen trotz bester Arbeitsleis­tung und einer guten beruflichen Ausbildung ergänzende Leistungen beim Amt bean­tragen. Aufstocker werden sie in zyni­scher Weise ge­nannt. DIE LIN­KE will keine Aufstockerei.

„Nein, wir wollen, dass jeder, der ordentlich arbeitet, auch ordentlich be­zahlt wird. Die großen Konzerne müssen deutlich höhere Steuern und Vertragsleistungen zahlen, damit kleinere Unternehmen ihre Be­schäftigten leistungsgerecht vergüten können. 75 % der un­ter 25-jähri­gen jungen Menschen, die einen abgeschlossenen Beruf und einen sozialversicherungspflichtigen Ar­beitsvertrag haben, arbei­ten in Mecklen­burg-Vor­pommern für Löhne unterhalb der Niedriglohn­grenze. Das sind im Osten annähernd 500 Euro weniger als im Westen der Re­publik. Auf Rügen der Hoch­burg des bundesdeut­schen Touris­mus be­trifft das gar 90 % der jungen Menschen. Im Inter­esse der Perspekti­ve junger Leute in un­serem Land, im Interesse einer soli­den Altersabsi­cherung sind Min­destlöhne hier und jetzt ein Ge­bot der Stunde. Wir unter­stützen deshalb uneingeschränkt die Volksinitiati­ve und rufen alle Frauen und Männer der Hansestadt auf, sich zu betei­ligen. Ma­chen auch Sie mit. Heute waren 111 Unterzeich­ner dabei," so die Kreisvorsit­zende der Linkspartei Stralsund, Dr. Mari­anne Linke.