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So das Motto unseres ersten Infostandes am 13.01.2012 zur Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative an den Landtag Mecklenburg-Vorpommern zur Einführung von 10 Euro Mindestlohn je Stunde.
Bei frostigem Wind versammelten wir uns voller Optimismus für dieses vernünftige Anliegen auf dem Neuen Markt. Schließlich geht es beim Mindestlohn um die gegenwärtigen Einkommen der Beschäftigten, es geht bei den Löhnen und Gehältern aber immer auch um die Sicherung des Lebensstandards im Rentenalter. Es geht um die Höhe der Krankenkassenbeiträge, also um das Niveau der medizinischen Versorgung im Krankheitsfalle.In Mecklenburg-Vorpommern betragen die Löhne und Gehälter gegenwärtig nur 79 % des bundesdeutschen Durchschnittslohnes. Damit bildet unser Land das Schlusslicht. Viele müssen trotz bester Arbeitsleistung und einer guten beruflichen Ausbildung ergänzende Leistungen beim Amt beantragen. Aufstocker werden sie in zynischer Weise genannt. DIE LINKE will keine Aufstockerei.
„Nein, wir wollen, dass jeder, der ordentlich arbeitet, auch ordentlich bezahlt wird. Die großen Konzerne müssen deutlich höhere Steuern und Vertragsleistungen zahlen, damit kleinere Unternehmen ihre Beschäftigten leistungsgerecht vergüten können. 75 % der unter 25-jährigen jungen Menschen, die einen abgeschlossenen Beruf und einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrag haben, arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern für Löhne unterhalb der Niedriglohngrenze. Das sind im Osten annähernd 500 Euro weniger als im Westen der Republik. Auf Rügen der Hochburg des bundesdeutschen Tourismus betrifft das gar 90 % der jungen Menschen. Im Interesse der Perspektive junger Leute in unserem Land, im Interesse einer soliden Altersabsicherung sind Mindestlöhne hier und jetzt ein Gebot der Stunde. Wir unterstützen deshalb uneingeschränkt die Volksinitiative und rufen alle Frauen und Männer der Hansestadt auf, sich zu beteiligen. Machen auch Sie mit. Heute waren 111 Unterzeichner dabei," so die Kreisvorsitzende der Linkspartei Stralsund, Dr. Marianne Linke.