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Meldungen SV Stralsund im Detail


Armin LAtendorf

Landesmitgliederkonferenz in Güstrow - Wie die Konferenz wirklich verlaufen ist

Wer am 26.4. in den bürgerlichen Lokalblättern im Land die Schlagzeilen der Berichte über unsere Mitgliederkonferenz gelesen hat, musste den Eindruck bekommen dort habe ein fürchterliches Hauen und Stechen stattgefunden, kurz vor Ausbruch einer großen Saalschlacht und DIE LINKE MV wäre kurz vor dem Zusammenbruch. Ich weis nicht wie oft seit 1990 dies in den Medien schon prophezeit wurde. Und ich kann Euch beruhigen, es war wie immer eine Medienente und wir konnten in der Mittagspause friedlich unsere Wiener essen und unseren Kaffee miteinander trinken. Die Versammlungsleitung Dieter Kowalick, Wolfgang Methling und Kerstin Kassner betonten zum Schluss noch einmal wie diszipliniert die Veranstaltung abgelaufen sei.

Aus unserem Kreisverband waren etliche Vertreter aus allen unseren Regionalverbänden in Güstrow dabei. Wir erlebten eine offene, zum allergrößten Teil sachliche Aussprache. Die Kritikpunkte am Vorstand wurden genannt. Es waren im Wesentlichen die Benennung des neuen Geschäftsführers und die Vergütung der Landesvorsitzenden, also nichts Neues. Dazu nahmen beide Landesvorsitzenden noch einmal Stellung, räumten einzelne Fehler ein und kündigten Regelungen an, um für die Zukunft diese auszuschließen. 
Sehr viele Genossen ergriffen auf der Konferenz das Wort und stellten ihre Meinung dar. Nur die allerwenigsten, fast alle aus dem Schweriner Bereich, sahen eine Partei in der Zerreißprobe. Viel Widerspruch gab es auch für die Parteimitgliedern die über die Medien unserer Partei Schaden zufügen. Die Mitglieder vor Ort müssen bei solchen Meldungen sofort informiert werden, über was die Zeitungen da überhaupt schreiben.
Kritik beim Start einer neuen Parteiführung sei nichts Neues sondern Normalität im Land formulierten einige Redner.
Die Aussage, DIE LINKE sei in der Defensive und im Land zu wenig sichtbar wurde zurückgewiesen. Dagegen spräche sowohl die Arbeit der Landtagsfraktion als auch vieler Kommunalvertreter überall im Land. Simone Oldenburg mahnte allerdings eine bessere Öffnung der Partei an, geschlossene Sitzungen im eigenen Kreis sollten die Ausnahme sein.   
Es gab aber auch Redebeiträge einfach zu Sachthemen etwa von Helmut Scholz zu seiner Arbeit im Europaparlament, Lutz Hänsel zur politischen Bildung oder Wilfried Böhme zum Start des linken Internetradios.
Torsten Koplin stellte dann im zweiten Tagesordnungspunkt seine Vorstellung zur Parteistrategie der nächsten Jahre vor. Er stellte klar, dass es sich hierbei ein Angebot handele, welches in der Partei breit diskutiert werden soll und lud die Mitglieder zur konstruktiven Mitarbeit ein. Auch hierzu nahmen einige Redner Stellung und verlangten zum Beispiel ein Loslösen vom Denken von Wahl zu Wahl.
Die Diskussion zu den kommunalpolitischen Leitlinien kam dagegen etwas sehr zu kurz, aber gegen 15:30 lichteten sich die Reihen doch ziemlich schnell. So blieb es bei der kurzen Vorstellung und einem Redebeitrag zur allgemeinen Situation in den Kommunen durch Jeannine Rösler der Vorsitzenden des Kommunalpolitischen Forums MV.
Verabschiedet haben die Teilnehmer der Konferenz eine Resolution gegen Waffenexporte und die Kriegsführung in Syrien besonders der türkischen Invasion um Afrin.

Von Spaltung der Partei und Generalabrechnung mit dem Vorstand, wie es z.B. die Ostsee Zeitung reißerisch schrieb, konnte auf dieser Konferenz jedenfalls keine Rede sein. Wir haben es anders erlebt.

Armin Latendorf ,   Regionalverband Grimmen